Krankheitsbild: Spinalkanalstenose

Krankheitsbild: Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose bezeichnet eine Verengung des Kanals in der Wirbelsäule, in dem das Rückenmark und die lumbalen und sakralen Nerven verlaufen. Sie verursacht oft stechende Schmerzen im Rücken.

Was ist eine Spinalkanalstenose?

Eine Spinalkanalstenose, auch Wirbelkanalstenose oder Spinalstenose genannt, ist eine Verengung des Kanals in der Wirbelsäule, in dem das Rückenmark und im unteren Abschnitt die lumbalen und sakralen Nerven verlaufen. Eine Spinalkanalstenose verursacht oft stechende Schmerzen im Rücken. Durch den Druck auf Rückenmark, Nerven und Blutgefäße kann eine Spinalstenose zu bleibenden Nervenschädigungen führen. Das Ziel unserer Behandlung in der MEDICLIN Seidel-Klinik ist daher, dass unsere Patienten im Alltag mobil und schmerzfrei bleiben und die Spinalkanalstenose nicht weiter voranschreitet.

Symptome einer Spinalkanalstenose

Die Symptome einer Spinalkanalstenose können sehr verschieden sein und entwickeln sich langsam über Monate. Man unterscheidet zwischen einer Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (LWS) und einer Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule (HWS).

Anzeichen einer Spinalkanalstenose der LWS können z.B. sein:

  • Rückenschmerzen, die oft auch einseitig in ein Bein ausstrahlen
  • Schnell ermüdete Beine, d.h. Sie können nur noch kurze Strecken gehen und nicht mehr lange stehen.
  • Schmerzen, wenn Sie beim Gehen einen „falschen Schritt“ machen.
  • Muskelverspannungen im unteren Rückenbereich
  • Bewegungseinschränkungen: Bestimmte Bewegungen, Schritte, Drehungen fallen schwer.
  • In schweren Fällen können einige Beinbewegungen gar nicht mehr ausgeführt werden.

Symptome bei einer Spinalkanalstenose der HWS sind z.B.:

  • Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel
  • Motorische Defizite
  • Taubheitsgefühle, Kribbeln
  • Schmerzen in der Schulter, den Armen oder Händen
  • Lähmungen in Armen, Händen und Beinen

Wie wir eine Spinalkanalstenose behandeln

Zunächst untersuchen wir Sie eingehend und lokalisieren Ihre Schmerzen.

Je nach Art der Stenose nutzen wir verschiedene bildgebende Verfahren, um die Verengung eindeutig darzustellen und zielgenau zu behandeln:

  • Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Röntgenaufnahme der Lendenwirbelsäule, Halswirbelsäule oder des Beckens
  • Computertomographie (CT)
  • Kombination von Myelographie (Röntgenaufnahme des Wirbelkanals mittels eines Kontrastmittels) und Myelo-CT (Computertomographie des Spinalkanals mithilfe eines Kontrastmittels)

Um die Funktionalität von Muskeln und Wirbelsäule zu testen, setzen wir diese Verfahren ein:

  • Elektromyographie (EMG; Untersuchung der elektrischen Aktivität von Muskeln),
  • Funktionsmyelographie (Funktionsuntersuchung der Wirbelsäule)
  • Ultraschall (Sonographie)

Diese Therapien wenden wir bei einer Spinalkanalstenose an:

  • Physiotherapie (Bewegungstherapie, Bäder, muskelentspannende Behandlungen etc.)
  • Praktische Tipps für eine konsequente, entlastende Haltung (z.B. indem langes Stehen oder Sitzen vermieden wird)
  • Kältetherapie oder alternativ Wärme (zur Entspannung der Rückenmuskulatur)
  • Elektrotherapie (zur Schmerzbehandlung und Muskelentspannung)
  • Orthesen (Stützkorsett)
  • Schmerzmedikamente
  • Injektionstherapie (Spritzen mit schmerzstillenden, entzündungshemmenden, lokal betäubenden oder abschwellenden Präparaten)
  • Psychologisches Schmerzbewältigungstraining
  • Rückenschule (gezieltes Kräftigungstraining der Rücken- und Bauchmuskulatur, Erlernen von rückenschonendem Verhalten)

Wenn die konservativen Therapien keine Verbesserung erzielen, kann eine Entlastungsoperation (z.B. Dekompression, Versteifung) notwendig werden. In diesem Fall nehmen wir Kontakt mit einer für Rückenoperationen hochspezialisierten Klinik auf, mit der wir kooperieren. Selbstverständlich berücksichtigen wir dabei Ihre persönlichen Wünsche.

Wer Sie behandelt

Prof. Dr. med. Franz Xaver Glocker

Prof. Dr. med. Franz Xaver Glocker

Ärztlicher Direktor, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Wirbelsäulenerkrankungen und Neuromuskuläre Erkrankungen

PD Dr. med. Max-Jürgen Storch

PD Dr. med. Max-Jürgen Storch

Chefarzt Innere Medizin / Rheumatologie

Andreas Leipold-Weißenfels

Andreas Leipold-Weißenfels

Oberarzt Physikalische und Rehabilitative Medizin

Wie Sie uns kontaktieren können

Rezeption

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MEDICLIN Seidel-Klinik