Krankheitsbild: Morbus Sudeck

Krankheitsbild: Morbus Sudeck

Die Krankheit Morbus Sudeck ist ein komplexes regional auftretendes Schmerzsyndrom, das meist durch eine Verletzung ausgelöst wird.

Was ist Morbus Sudeck?

Menschen mit Morbus Sudeck (auch Sudecksche Krankheit, Algodysthrophie oder Komplexes regionales Schmerzsyndrom) leiden an starken, anhaltenden Schmerzen in Arm oder Bein, für die sich keine Ursache finden lässt. Auslöser ist oft eine vorausgegangene Verletzung, ein Unfall oder eine Operation an der betroffenen Stelle. Die Schmerzen klingen aber nicht wie erwartet ab. Im Gegenteil, sie verstärken sich und im Laufe der Zeit kommen weitere Symptome hinzu wie Schwellung, Temperaturveränderungen der Haut, Berührungsempfindlichkeit, ein gesteigertes Nagel- und Haarwachstum sowie Bewegungs- und Funktionseinschränkungen.

Wir können Betroffenen mit einer interdisziplinären Schmerztherapie helfen, die Morbus Sudeck-Symptome deutlich zu lindern. 

Wie wir Morbus Sudeck diagnostizieren

  • Zunächst führen wir bei Ihnen eine umfassende, klinische Untersuchung durch. Hierdurch kann bereits mit einer relativ hohen Sicherheit die Erkrankung diagnostiziert oder ausgeschlossen werden. Ein im Röntgenbild nachgewiesener Kalksalzverlust im Knochen stützt die Diagnose. In Zweifelsfällen wird eine 3-Phasen-Skelettszintigraphie zur Klärung herangezogen.
  • Man unterscheidet bei Morbus Sudeck zwei Typen des so genannten „Complex regional pain syndrome“, kurz CRPS: CRPS Typ I und CRPS Typ II. Beide CRPS-Typen haben die gleichen Symptome, sie unterscheiden sich jedoch in der Art der ursprünglichen Verletzung, die das CRPS ausgelöst haben
  • Beim CRPS I ist keine direkte Nervenschädigung bei der Verletzung nachweisbar. Das kann zum Beispiel bei einem verstauchten Sprunggelenk der Fall sein. 
  • Beim CRPS II liegt der Erkrankung eine nachweisbare Nervenschädigung zu Grunde, zum Beispiel durch eine große Operation oder einen Knochenbruch, bei dem es auch zu Verletzungen von Nervenbahnen kommt. CRPS II wird auch als Kausalgie bezeichnet. 

Wie wir Morbus Sudeck behandeln

Als Therapie hat sich die sogenannte multimodale Schmerztherapie bewährt. Dieser breite Ansatz umfasst eine komplexe medikamentöse Therapie mit:

  • schmerzdistanzierenden
  • membranstabilisierenden
  • entzündungshemmenden
  • das vegetative Nervensystem beruhigende
  • den Knochenabbau hemmenden Medikamenten
  • Lymphdrainage
  • Eisbehandlung
  • Ergotherapie

Eine vollständige Heilung ist möglich. Die Chancen stehen umso besser, je früher diese Therapie einsetzt. Doch auch wenn Ihre Krankheit nicht vollständig ausheilt, können wir Ihnen helfen, die Beschwerden unter Kontrolle zu bekommen und damit gut zu leben.

Wer Sie behandelt

Prof. Dr. med. Franz Xaver Glocker

Prof. Dr. med. Franz Xaver Glocker

Ärztlicher Direktor, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Wirbelsäulenerkrankungen und Neuromuskuläre Erkrankungen

PD Dr. med. Max-Jürgen Storch

PD Dr. med. Max-Jürgen Storch

Chefarzt Innere Medizin / Rheumatologie

Andreas Leipold-Weißenfels

Andreas Leipold-Weißenfels

Oberarzt Physikalische und Rehabilitative Medizin

Wie Sie uns kontaktieren können

Bei Fragen wenden Sie sich an das Sekretariat der Ambulanz unter +49 7635 30 181 oder +49 7635 30 214 oder schreiben eine E-Mail an ambulanz.seidel@mediclin.de.