Krankheitsbild: Gicht

Krankheitsbild: Gicht

Bei der Stoffwechselerkrankung Gicht sammelt sich Harnsäure im Blut an. Häufigstes Symptom sind Gelenkschmerzen, meist beginnend im großen Zeh.

Was ist Gicht?

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der sich zu viel Harnsäure im Blut ansammelt. Das Resultat: Harnsäure-Ablagerungen, die sich vor allem in Gelenken, Schleimbeuteln, Sehnen, in der Haut und im Ohrknorpel ansiedeln. Auch in der Niere können sich Harnsäurekristalle absetzen. Bleibt die Gicht unbehandelt, kommt es schnell zu Nierensteinen und Nierenschäden. Starke Schmerzattacken sind symptomatisch beim Beginn einer Gichterkrankung und prägen – ohne geeignete Therapie – auch den weiteren Verlauf.

Symptome für Gicht

Heftige Gelenkschmerzen können ein Anzeichen für einen ersten Gichtanfall sein – oftmals tritt der Schmerz in der großen Zehe zuerst auf.

Was sind die Ursachen von Gicht?

Direkter Auslöser der Schmerzattacke ist nicht selten ein üppiges Essen oder reichlicher Alkoholgenuss. Krankheiten, Medikamente, aber auch eine ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht können den Ausbruch der Krankheit begünstigen.

Wie wir Gicht behandeln

Wir behandeln Akutfälle sofort. Unser wichtigstes Ziel in der anschließenden Behandlung ist aber, den Harnsäurespiegel dauerhaft zu normalisieren und stabil zu halten. So wollen wir verhindern, dass Sie wiederholt Gichtanfälle erleiden müssen und Ihre Krankheit fortschreitet. In Blutuntersuchungen können wir einen erhöhten Harnsäurespiegel schnell aufdecken. Der medizinische Begriff dafür heißt Hyperurikämie.

Bei einem akuten Gichtanfall:

  • Lindern wir Ihre Schmerzen schnell durch spezielle, entzündungshemmende, kortisonfreie Antirheumatika.
  • In einigen Fällen verordnen wir auch Kortisonpräparate in Form von Tabletten oder als Spritze ins Gelenk.
  • Lagern wir das betroffene Gelenk hoch.
  • Verordnen wir gegebenenfalls Bettruhe.
  • Legen wir kühlende Umschläge an.
  • Versorgen wir Sie mit leichter, purinarmer Kost (Purine sind natürliche Bestandteile vieler Lebensmittel. Sie kommen beispielsweise in Leberkäse oder Bratwurst, aber auch in Brokkoli, Rosenkohl oder Reis vor. Im Körper werden sie in Harnsäure umgewandelt).
  • Sorgen wir dafür, dass Sie ausreichend trinken.


Wie wir Sie weiterbehandeln:

  • Ernährungsberatung ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie, denn Gicht ist fast immer eine ernährungsbedingte Krankheit. Eine purinarme Kost kann Gichtanfälle verhindern, wir beraten und unterstützen Sie bei der Ernährungsumstellung.
  • Wir leiten Sie sanft an, körperlich aktiv zu werden und damit auch wieder zu mehr Wohlbefinden zu gelangen.
  • Körperliche Bewegung hilft, den Harnsäurespiegel zu senken.
  • Auch Schmerz- und Physiotherapie können helfen, Ihre Schmerzen zu lindern.
  • Wir setzen harnsäuresenkende Medikamente ein.

Wer Sie behandelt

PD Dr. med. Max-Jürgen Storch

PD Dr. med. Max-Jürgen Storch

Chefarzt Innere Medizin / Rheumatologie

Prof. Dr. med. Franz Xaver Glocker

Prof. Dr. med. Franz Xaver Glocker

Ärztlicher Direktor, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Wirbelsäulenerkrankungen und Neuromuskuläre Erkrankungen

Andreas Leipold-Weißenfels

Andreas Leipold-Weißenfels

Oberarzt Physikalische und Rehabilitative Medizin

Wie Sie uns kontaktieren können

Bei Fragen wenden Sie sich an das Sekretariat der Ambulanz unter +49 7635 30 181 oder +49 7635 30 214 oder schreiben eine E-Mail an ambulanz.seidel@mediclin.de.

Manuela Blauel

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Claudia Sütterlin

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Viktoria Baumann

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